125 Jahre deutsche Industriegeschichte

Die Unternehmensgeschichte

Die Unternehmensgeschichte der heutigen ESKA-Unternehmensgruppe reicht zurück bis in das Gründungsjahr 1881, als an gleichem Standort in Chemnitz unter der Firmenbezeichnung Sächsische Schrauben und Muttern - Fabrik mit der industriellen Massenproduktion von Schrauben und Muttern begonnen wurde, dem Zeitpunkt der Erfindung des Automobils noch voraus.

Das Unternehmen entwickelte sich in weiterer Folge sehr erfolgreich, auch durch Erweiterung der damaligen Kernkompetenz durch die Aufnahme von Aktivitäten in eigenem Maschinenbau für Drahtverarbeitung sowie Umformung und hielt Patente in dieser Branche in allen Industriestaaten.

Bereits im Jahr 1930 wurde der Wandel der bisherigen Gesellschaftsform in eine AG eingeleitet, um dem Kapitalbedarf für weiteres Wachstum in allen Geschäftsfeldern gerecht zu werden.

Die nunmehr unter Archimedes AG firmierende Gesellschaft zählte in diesem Zeitraum zu den bedeutendsten deutschen Produzenten mit sehr beachtlichen Exportquoten.

Im März 1945 wurde Chemnitz als eine der ehemals reichsten Industriestädte Deutschlands durch alliierte Luftangriffe total zerstört, gleichzeitig 225 Fabriken vollkommen vernichtet oder für lange Zeit ausgeschaltet. Auch die Archimedes AG erlag diesem Schicksal.

Nach der Teilung Deutschlands begann unter nun zentralistischem Staatensystem der Wiederaufbau und die allmähliche Aufnahme der Produktion. Monopolistische Wirtschaftsstrukturen führten bis zum Jahr 1984, mit bereits fünf weiteren zum Standort Chemnitz zählenden Betriebsteilen, zu über 3000 Beschäftigten und erneut zu hohem Bekanntheitsgrad.

 

Nach der Wiedervereinigung beider deutscher Republiken mussten sich die Sächsischen Schraubenwerke wie alle anderen monopolistischen Großbetriebe ebenso einem tiefgreifenden Anpassungsprozeß unterziehen.

Fehleinschätzungen zukünftiger Marktentwicklungen ließen Versuche ausländischer Investoren unmittelbar nach der Wende zunächst scheitern, den überwiegenden Teil vorausgegangener Produktionsstandorte unter marktwirtschaftlichen Bedingungen fortzuführen. Die Kräfte des Marktes setzten unüberwindbare Grenzen.

Ende 1993 übernahmen die jetzigen Gesellschafter die Verantwortung für den Standort Chemnitz. Konzeptionell neu ausgerichtet auf die Zielgruppen Automotiv und deren qualitative Anforderungen wurden ganz erhebliche Neuinvestitionen neben dem erforderlichen totalen Produktewandel eingeleitet.

Im Jahr 1995 übernahmen die gleichen Gesellschafter auch die Verantwortung für die Schraubenwerk Bärenstein GmbH und erweiterten somit die Produktpalette in der Breite und kapazitiv nochmals.

Beide Produktionsstandorte zählten somit schon vor der Jahrtausendwende nach abgeschlossener Umstrukturierung und erfolgreichem Markteintritt zu jenem Kreis von Unternehmen, welche die Erfolgsstory in Sachsen mitgeschrieben haben.

Mit dem 125 jährigen Firmenjubiläum im Jahre 2006 tritt das Unternehmen unter dem Firmennamen ESKA Automotive auf.

Aktie
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